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Kleiner Wiesenknopf

(Sanguisorba minor)

V — VII Home Trockenrasen, Karstheiden
10 — 30 cm indigen LC
Synonyme: Poterium sanguisorba, Wiesenknopfartige Becherblume. Hemikryptophyt, coll-mont. Die Laubblätter sind gefiedert, Kronblätter fehlen. Die Blüten sind in einem endständigen, dichten, kugeligen bis ellipsoidalen Köpfchen gedrängt. Die unteren Blüten sind meist männlich mit langen Staubfäden, die oberen Blüten sind weiblich, mit roten, pinselförmigen Narben. Die Perigonblätter sind anfänglich grün und später rötlich (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). In Istrien ist sie zerstreut bis häufig (Lit). Aufnahme: 02.06.2020 Pucking
 
gesamt
Der Kleine Wiesenknopf oder Bibernell wird bis zu 60 cm hoch. Er wächst auf Trockenrasen, aber auch Brachen. Hier am Damm der Pyhrnbahn in Traun kommt er manchmal massenhaft vor. Die Blättchen sollen als Salat gut schmecken.
 
Blütenstand nah
 
 
Blütenstand nah
 
 
Rosette
06.05.2020 Traun (Bahndamm) und Pucking
 
Rosetten
Frühe Blattrosetten. Koordinaten des Standortes: 48°11'16.29"N, 14° 9'35.62"E. Aufnahme: 02.04.2025 Pucking
 
Die Laubblattrosetten können überwintern. Aufnahme: 04.01.2021 Weißkirchen
 
Habitus
Koordinaten des Standortes: 44°58'42.16"N, 14° 4'13.78"E. Aufnahme: 18.04.2025 Stari Rakalj
 
Sanguisorba minor
 
 
Sanguisorba minor
Aufnahme: 12.04.2017 Skitača
 
Sanguisorba minor
 
 
Sanguisorba minor
 
 
Sanguisorba minor
Aufnahmen: Kanion (Pula), 1. Mai 2005

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1435. P. sanguisorba L. (Sanguisorba minor Scop. Wiesenknopfartige B., Schwarze Bibernell. — Blutkraut. — Nagelkraut.)
Wurzel spindeligästig, schiefabsteigend, geringelt, mehrköpfig. Stengel 3"—1' hoch, aufrecht, schlank, kantig, gestreift, ziemlich kahl oder unterhalb sammt Blattstielen abstehendbehaart bis zottig, einfach und 1köpfig oder in einige nackte, 1köpfige Aeste getheilt. Blätter gefiedert, grasgrün oder unterseits oder beiderseits bläulich, kahl oder zerstreutbehaart, die wurzelständigen langgestielt, mit rundlichen oder herzkreisförmigen, stumpfen oder gestutzten, tiefgesägten Blättchen, die stengelständigen nach oben an Grösse abnehmend, mit eilanzettlichen bis an die Spindel herablaufenden Blättchen. Blüthen in langgestielten eirunden oder ovalen Köpfchen, die oberen des Köpfchens weiblich, die unteren männlich oder zwitterige eingemischt. Kelche grün oder röthlich. Zipfel zuletzt bräunlich, weissrandig. Staubgefässe gelb, schlaff herabhängend. Narben hellpurpurn. Fruchtkelche knöchern erhärtet, netzigrunzelig, 4kantig, an den Kanten dick- und schmalgeflügelt.
Mai — Herbst


Auf Sandboden, sowohl dem durch Verwitterung des Granites als des Wienersandsteines und Kalkes entstandenen, über Löss, Alluvien, vorherrschend aber über kalkreicher Unterlage. Auf sämmtlichen Wiesen um Linz und im Ufer längs dem Donauufer, auf sandigen Hügeln der Haide. Am Georgenberge zu Michldorf in Kalkschotterbrüchen, in Mauerfugen am Schlossberge zu Leonstein u. s. in ebenen und bergigen Gegenden aller Kreise gemein."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 193), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 06.09.2026

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